Leopoldshöhe

Informationen aus Rats- und Ausschusssitzungen der Gemeinde Leopoldshöhe

Leopoldshöhe bekommt Begräbniswald
Waldbestattungen bzw. Baumbestattungen in einem Begräbniswald nehmen bei den Begräbnisformen einen immer größer werdenden Stellenwert ein und werden auch in Zukunft sicherlich noch verstärkter nachgefragt werden. In der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz beschäftigten sich die Ausschussmitglieder deshalb intensiv mit der Thematik. Zuvor hatte der Ausschuss zwei in Fragen kommende Flächen besichtigt und sich vor Ort ein Bild gemacht. Zunächst besuchten die Ausschussmitglieder eine Waldfläche in Eckendorf. Hier möchte der Eigentümer auf einem 14 Hektar großen Waldstück einen Begräbniswald gestalten. Geplant sind Rollator fähige Wege, ein Parkplatz und ein Andachtsplatz mit Bänken. Darüber hinaus soll in einem Wirtschaftsgebäude eine Wasch- und Toilettenanlage entstehen. Die Kosten hierfür werden von dem Eigentümer getragen, so dass für die Gemeinde Leopoldshöhe keine Ausgaben entstehen. Die Ausschussmitglieder fanden die Pläne durchaus stimmig und sprachen sich deshalb dafür aus, in Eckendorf einen Begräbniswald einzurichten. Da nach derzeit geltendem Recht jedoch nur öffentliche Träger, d. h. Kommunen und Kirchengemeinden, Träger von Friedhöfen sein können, ist ein privater Friedhofsbetreiber vom öffentlichen Träger, in diesem Fall der Gemeinde Leopoldshöhe, zu beleihen. Die Verwaltung wurde deshalb beauftragt, für die Organisation, Realisierung und Umsetzung des „Begräbniswaldes Eckendorf“ eine entsprechende Satzung auszuarbeiten. Anders sah es bei der zweiten angedachten Fläche auf dem Friedhof Dahlhausen aus. Hier erläuterte ein Vertreter des Landesverbandes die mögliche Gestaltung. Da die Fläche jedoch zunächst von der Gemeinde Leopoldshöhe erworben werden müsste, kam die Nutzung dieser Fläche aufgrund der haushaltswirtschaftlichen Lage nicht in Betracht.

Aktuelles zum Thema Amphibiensammlung am Gut Eckendorf
Mit aktuellen Informationen zur Amphibiensammlung am Gut Eckendorf versorgte Herr Dirk Rosenlicht, einer der ehrenamtlichen Betreuer der Amphibienschutzsammlung am Gut Eckendorf, die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz in ihrer letzten Sitzung. So berichtete er, welche Tätigkeiten die Betreuerinnen und Betreuer erledigen müssen, um die Amphibien, wie Erdkröten, Teichmolche, Bergmolche, Grünfrösche und Grasfrösche, bei ihren Wanderbewegungen zu unterstützen. Einen Großteil der Arbeit stellt darüber hinaus die Schutzzaunüberprüfung dar. Neben dem Flicken von Löchern im Zaun müssen auch häufig die Zaunsäume eingegraben werden. Doch auch die Bestückung der Eimer muss immer wieder kontrolliert werden. Die Eimer müssen mit einer Moosschicht und zwei Stöckchen als Kletterhilfe für Mäuse ausgestattet sein. Wichtig ist auch, dass der Deckel, der als Sonnenschutz dient, mit dem Henkel gegen Feinde gesichert wird. Leider wird die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer häufig durch unsachgemäß aufgebaute Schutzzäune und den falschen Einbau der Eimer erschwert. Abschließend dankten die Mitglieder des Fachausschusses Herrn Rosenlicht für seinen anschaulichen Vortrag und beauftragten die Verwaltung, in Zusammenarbeit mit dem Ausschussvorsitzenden und dem NABU eine Vorlage zu einem Amphibien-Leitsystem im Bereich der Bielefelder Straße zu erarbeiten, die dann in einer der nächsten Sitzungen im Ausschuss beraten werden soll. Interessierte Bürgerinnen und Bürger finden den Vortrag des Herrn Rosenlicht im Ratsinformationssystem der Gemeinde Leopoldshöhe als Anlage zu TOP 5 der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz am 11. Mai 2017.

Bauprogramme für den „Verbindungsweg Herforder Straße/Geschwister-Scholl-Straße“ und „Am Rosenhagen/Eibenstraße“ beschlossen
Auf Anregung eines Bürgerantrages wird der Verbindungsweg zwischen der Herforder Straße und der Geschwister-Scholl-Straße nun bereits in diesem Jahr ausgebaut. Da der Verbindungsweg dem Baugebiet Geschwister-Scholl-Straße zugehörig ist, soll die Straßenfläche analog zum bisher umgesetzten Standard im Baugebiet ausgestaltet werden. Der überwiegend nur 3 Meter breite Verbindungsweg wird daher in der umliegend bereits vorhandenen einfachen Pflasterbauweise mit Randeinfassung und Oberflächenentwässerung hergestellt. Darüber hinaus soll der Weg mittels herausnehmbarer Poller unterbrochen werden, damit der Durchfahrtsverkehr unterbunden werden kann. Bezüglich des Bauprogramms „Am Rosenhagen/Eibenstraße“ bestand in der Sitzung Einigkeit, dass dem vorgelegten Planungskonzept grundsätzlich zugestimmt werden könne, der Parkplatzbereich „Am Rosenhagen“ jedoch aus dem Planungskonzept herausgenommen werden solle. Das beauftragte Ingenieurbüro hat die geänderten Pläne mittlerweile vorgelegt, so dass auch dieses geänderte Ausbaukonzept, unter Herausnahme der Parkplatzfläche als Bauprogramm umgesetzt werden kann.

Phase 1 der Umrüstung der Straßenbeleuchtung abgeschlossen
In der Gemeinde Leopoldshöhe wird die Straßenbeleuchtung derzeit nach den Vorgaben des Bundesministeriums für Umwelt umgerüstet. Phase 1 dieser Umrüstung konnte mittlerweile abschlossen werden. Im Zuge dieser Phase wurden zwischen November 2016 und Ende Februar 2017 an 217 Lichtmasten die alten Kofferleuchten abgebaut und eine neue LED-Leuchte Typ „Miniluma“ montiert. Darüber hinaus wurden in der Hochstraße vier neue Masten aufgestellt und ebenfalls mit der LED-Leuchte Typ „Miniluma“ ausgestattet. Drei Lichtmasten erhielten anstelle der vorhandenen Aufsatzleuchte eine LED-Leuchte des Typs „Townguide“. Da durch die Umrüstung eine CO2-Einsparstufe von mindestens 80 % erreicht wird, werden die Kosten der Maßnahme mit 25 % gefördert. Nicht vergessen werden darf darüber hinaus, dass durch die Umrüstung nun nur noch 20 % des Stromes benötigt wird.
In einer nächsten Phase sollen nun bis zum Oktober 2018 750 weitere Leuchten umgerüstet werden. Auch hier soll die Umsetzung durch die Beantragung von Fördergeldern unterstützt werden.

Leopoldshöher Kinder sind gut versorgt
Über den aktuellen Stand hinsichtlich der Betreuungskapazitäten für die Leopoldshöher Kinder wurden die Mitglieder des Ausschusses für Bildung und Kultur in ihrer letzten Sitzung umfassend informiert. Zunächst wurde über die Situation in den Familienzentren berichtet. Nachdem in der letzten Sitzung des Ausschusses mitgeteilt worden war, dass laut Jugendhilfeplanung des Kreises Lippe insgesamt 14 U3-Plätze und 65 Ü3-Plätze zum Kindergartenjahr 2017/2018 fehlen, konnte aktuell berichtet werden, dass nur noch 14 Plätze, davon 5 Plätze U3 und 9 Plätze Ü3, benötigt werden. Zurückzuführen ist diese Differenz auf eine Fehlplanung des Kreises Lippe als Träger der Jugendhilfeplanung. Da in den Familienzentren/Kitas noch freie Plätze vorhanden waren, konnte bereits 7 Kindern ein Platz angeboten werden. Von den jetzt noch nicht versorgten Kindern haben im Übrigen zwei Familien ihren Zuzug zunächst nur angekündigt. Für die dann verbleibenden 5 Kinder wird derzeit seitens des Kreises Lippe noch eine Betreuungsmöglichkeit gesucht. Denkbar wäre hier beispielsweise die Erhöhung der Kinderanzahl in der Gruppenform III (Ü3) in den Kitas, in denen eine Aufstockung laut Kinderbildungsgesetz möglich ist. Somit kann der Rechtsanspruch auf Betreuung in der Gemeinde Leopoldshöhe zum Kindergartenjahr 2017/2018 erfüllt werden und die Einrichtung einer zusätzlichen Kita ist daher nicht erforderlich. Hinsichtlich der Offenen Ganztagsgrundschule der Grundschule Nord ist festzuhalten, dass nach derzeitigem Stand 11 Kinder auf der Warteliste stehen. 8 davon wurden allerdings erst nach dem Anmeldezeitraum angemeldet. Allen anderen Kindern konnte aufgrund von Kündigungen oder eines Wechsels in die Betreuungsform „Schule von acht bis eins“ ein Platz angeboten werden. Da sich zum Schuljahresbeginn häufig noch Änderungen ergeben, ist es gut möglich, dass eventuell noch weitere Kinder versorgt werden können. Bezüglich der noch benötigten Räumlichkeiten gab es ebenfalls erfreuliche Neuigkeiten. So einigten sich die Leitungen der Grundschule Nord und der Felix-Fechenbach-Gesamtschule zusammen mit der Verwaltung darauf, dass im unteren dritten Trakt der Grundschule Nord zwei Räume für die OGS zur Verfügung gestellt werden. Dies bedeutet auch, dass zukünftig wieder alle Kinder der OGS in der Grundschule Nord essen werden. (red)



eingetragen: 27.05.2017 - 21:15 Uhr



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