Leopoldshöhe

Runder Tisch zur Bezuschussung
Einigung soll bis Ende des Jahres erzielt werden

Leopoldshöhe (gs). Zu einem runden Tisch trafen sich Vertreter der drei TuS-Vereine (Asemissen, Bexterhagen und Leopoldshöhe), der politischen Parteien sowie Bürgermeister Gerhard Schemmel und Andreas Brinkmann (Vorsitzender des Gemeindesportverbandes) jüngst in der Gaststätte ?Evenhauser Krug?. Der Hintergrund: Die Kündigung der Verträge zur Bezuschussung von Gebäudepflege und -instandhaltung sowie die Frage der Energiekosten.
Grüne, FDP und CDU sehen das ganz einfach: In einem Arbeitskreis wollen die Parteien einzeln die Resultate des runden Tisches erörtern. Und nach dem der Kämmerer im Oktober dem Rechnungsausschuss seine Zahlen vorgelegt hat, soll mit den drei Vereinen über eine Einsparung geredet werden. Dabei sollen alle gleich behandelt werden ? die Beschlussvorlagen sollen dann im November vom Sportausschuss beraten und genehmigt werden.
Bürgermeister Gerhard Schemmel und Andreas Brinkmann melden Zweifel an, dass es zu einer Einigung kommen wird und neue Verträge abgeschlossen oder die alten aktuell bleiben werden. ?Die Vereine haben beim runden Tisch ganz klar ausgesagt, dass sie auf keinen Euro verzichten können?, sagte Brinkmann, ?es werden seit Jahren erhebliche Eigenmittel aufgebracht Der TuS Bexterhagen zum Beispiel hat in den Jahren 2006 bis 2011 über 13.000 Euro zugebuttert, und zwar zur Renovierung des maroden Sporthäuschens?.
?Fakt ist, wenn die Zuschüsse ausbleiben, können wir den Laden zumachen?, brachte Kassenwart Werner Rabe (TuS Bexterhagen) die Sache auf den Punkt. Die Gemeinde sei zwar nicht hoch, aber deutlich verschuldet meinte Fraktionsvorsitzender Dirk Puchert-Blöbaum und bei einem ?Haushalt von 40 Millionen in Leopoldshöhe fielen die Zuschüsse nicht so ins Gewicht?. ?In anderen Kommunen wird die Sportförderung komplett gestrichen?, gab CDU-Fraktionsvorsitzender Axel Meckelmann zu bedenken, ?in Leopoldshöhe herrscht ein Ungleichgewicht, was die Energie anbetrifft. Für Bexterhagen gilt das insbesondere, weil dort eine Elektrospeicherheizung eingebaut ist, die nicht mehr zeitgemäß ist?. Bürgermeister Gerhard Schemmel versprach, ?mit der Sanierung des Sporthauses in 2012 zu beginnen, wenn es der Haushalt hergibt?. In den 16 Vereinen der Gemeinde treiben 4.463 Mitglieder Sport, davon allein 2.717 in den drei TuS-Vereinen. Der TuS Asemissen hat ausgerechnet, dass die Sportanlage in diesem Jahr mit 15.200 Euro. zu Buche schlagen wird, bei 6.000 Euro Bezuschussung. Aufgrund der Tatsache, dass die Vereine ?am Limit angelangt sind?, soll bei keiner Einigung bis Ende des Jahres zumindest der alte Vertrags-Zustand (aus dem Jahr 2004!!!) wieder hergestellt werden. Der runde Tisch ist von den drei TuS-Vereinen einberufen worden.

Foto: Günter Schröder (red)


Foto 1: Andreas Brinkmann hatte den Vorsitz zum runden Tisch übernommen. Fraglich wird sein, ob in diesem Jahr eine Einigung erzielt wird




eingetragen: 06.10.2011 - 10:41 Uhr



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