Leopoldshöhe

Gemeindesportverband: Kritik an Berichterstattung über Sportstättenkonzept
Den Sport nicht für Ziele in der Politik missbrauchen

(gs). Mit Verwunderung hat der Gemeindesportverband den Verlauf der öffentlichen Diskussion zum Sportstättenkonzept verfolgt. Unter anderem wird dort in Frage gestellt, ob die Gutachter mit den richtigen Zahlen zur Erstellung des Gutachten gearbeitet haben. Wer diese Zahlen in Frage stellt, hat offenbar vergessen, das die Vereine selber den Gutachtern die Zahlen der Übungsstunden und Mannschaftsstärken zur Verfügung gestellt haben. Die Kritik, dass es sich bei diesem Sportstättenkonzept um ein reines Fußballkonzept handelt, kann der Gemeindesportverband nur bedingt nachvollziehen. Es trifft sicher zu, dass der Schwerpunkt des Konzeptes bei den Sportplätzen liegt, aber es werden auch Aussagen über Möglichkeiten zur Entlastung der Hallennutzung und dem baulichen Zustand der Sporthallen gemacht. Als Beispiel sei hier nur die Überdachung eines der Kleinspielfelder an der Dreifachhalle genannt, so dass dieses auch im Winter als Übungsfläche genutzt werden kann. Es trifft sicher auch zu, dass im Sportstättenkonzept keine Aussagen zu nicht vereinsgebundenen Sportaktivitäten getroffen werden. Dieses ist auch nicht nötig, da es seit Jahren ein umfassendes Kursangebot über den Gemeindesportverband gibt, das nicht vereinsgebunden ist. Dieses Angebot kann bei entsprechender Nachfrage auch weiter ausgebaut werden. Die hierfür erforderlichen Hallennutzungszeiten finden in den entsprechenden Hallenbelegungsplänen ihre Berücksichtigung und sind somit im Sportstättenkonzept erfasst. Die in letzter Zeit erneut aufgetretenen umfangreichen Wünsche im Punkte Sportstätten sind sicher aus Sicht eines jeden Sportfunktionärs nachvollziehbar. Man will ja schließlich nur die besten Sportstätten für seinen Verein. Für die sportliche Familie Leopoldshöhes sollte es jedoch von Vorrang sein, allen Sportvereinen der Gemeinde ausreichende Sportstätten zur Verfügung zu stellen, um ihren Vereinsbetrieb zu sichern. Hierzu gehört auch die Fortführung der kostenfreien Nutzung unserer Sportstätten. Dieses ist und bleibt die erste Zielsetzung des Gemeindesportverbandes. Die Umsetzung der Prognosen im Sportstättenkonzept kann und darf erst erfolgen, wenn man weiß, ob diese auch zutreffen. Die politischen Parteien sollten, gleich welcher Farbgebung, nicht versuchen den Vereinssport und den Sport im allgemeinen für Ihre Zwecke zu missbrauchen. Vereine sind politisch neutral, dieses gilt auch für den Gemeindesportverband. Der Sport vereint die Menschen in Ihren sportlichen Interessen und der gesellschaftlichen Verbundenheit zu Ihrem Vereinsleben.
Nur mit einer solchen Einstellung ist der hohe Standard der gemeindlichen Sportstätten dauerhaft zu sichern, und nur so können die Vereine in der großen Leopoldshöher Sportfamilie in die Zukunft planen. (red)





eingetragen: 21.02.2009 - 11:00 Uhr



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